Mittwoch, 14. August 2019

Pink Ribbon Polo zu ersteigern

Bingham, Mount, Allen
Seit 2010 gibt es in Gloucester (England) das Pink Ribbon Turnier. An dem Turnier in der South West Snooker Academy nehmen jedes Jahr Amateure und Profis teil. Unter anderem hat dieses von Paul Mount gegründete Turnier auch ein gewisser Ronnie O´Sullivan gewonnen. Das ist nun schon vier Jahre her, aber trotzdem finden jedes Jahr viele Profis den Weg nach Gloucester. Nahezu alle Einnahmen des Pink Ribbon Turniers gehen an das Charlie´s, ein Krebs Therapiezentrum. Bei diesem Turnier treten alle Spieler in einem pinkfarbenem Poloshirt an, eine Farbe, welche auf Brust Krebs aufmerksam machen soll. Dieses Jahr gewann das Turnier übrigens Stuart Bingham im Finale gegen Mark Allen. Dieses Polo kann man nun ersteigern, natürlich mit den Unterschriften der beiden Finalteilnehmer. Der Erlös geht an das Charlie´s in Gloucester, ein Krebs Therapiezentrum.

Also los, bieten: https://www.ebay.co.uk/itm/123872808040

Mittwoch, 5. Juni 2019

Q-School 2019 - die Gewinner

Die drei Turniere der Q-School sind vorbei. Zeit, einen Blick auf die Gewinner der Tourcard für die kommenden zwei Jahre zu werfen.

Jamie O'Neil war schon einmal Snookerprofi. Der 32-jährige Engländer kam aber bei seinen Turnierteilnahmen auf der Maintour 2007/2008, 2011/2012 und 2012/2014 nie über die Runde der letzten 64 hinaus.

David Lilley hat sich zum ersten Mal für die Maintour qualifiziert - und das im zarten Alter von 43 Jahren. Der mehrfache englische Amateurmeister konnte bei den Indian Open 2016 auf sich aufmerksam machen, als er als Nachrücker die Profis Mike Dunn, Mark Williams und Robert Milkins schlagen konnte, bevor er das Viertelfinale knapp gegen Shaun Murphy verlor.

Soheil Vahedi war bereits die letzten beiden Jahre auf der Maintour. Dem 30-jährigen Iraner gelingt somit der sofortige Wiedereinstig in das Profigeschäft.

Auch die chinesische Spieler Xu Si und Chen Zifan haben sich über das Erreichen des Halbfinales eines Turniers der Q-School sofort wieder für die Maintour qualifiziert. Beide waren bereits seit 2017 auf der Tour.

Mit Riley Parsons (19) und Louis Heathcote haben wir in der nächsten Saison zwei Debütanten aus England auf der Maintour. Parsons schlug bei den Q-School-Turnieren immerhin Alexander Ursenbacher und Peter Lines. Heathcote gilt als unendlich nervenstark, was er nun ja auf der Maintour zeigen darf.

Der Schotte Patrick Fraser(33) ist eindeutiger Wiederholungstäter auf der Maintour. Bereits 2007/2008 und von 2013 bis 2017 war er auf der Maintour vertreten, schaffte es aber nie über die dritte Runde eines Turniers.

Im dritten und letzten Turnier der Q-School qualifizierten sich für die kommende Saison die englischen Spieler Barry Pinches und Andy Hicks (aus dem schönen Cornwall), der Malteser Alex Borg und der Schweizer Alexander Ursenbacher. Alle vier waren bereits schon mindestens einmal auf der Maintour vertreten.

Zu den genannten 12 Halbfinalisten aus der Q-School gesellen sich vier Spieler zur kommenden Maintour, welche die zusammengezählten besten Ergebnisse der drei Q-School-Turniere hatten. Nächstes Jahr dabei sind somit die beiden chinesischen Teenager Si Jiahui und Lei Peifan, Snookerpapa Peter Lines und Billy Joe Castle, der Umut Dikme auf der Q-School ordentlich ärgerte und ihn zweimal mit 4:1 bezwang.

Der deutsche Spieler Lukas Kleckers hat leider knapp seinen sofortigen Return auf die Maintour verpasst. Nach den drei Turnieren der Q-School liegt er auf Platz 10 der Q-School Order of Merit. Immerhin schaffte er es im ersten Turnier bis in das Viertelfinale, welches er aber gegen Jamie O'Neil verlor. Somit ist in der kommenden Saison nur Simon Lichtenberg als deutscher Vertreter auf der Maintour.

Aber immerhin hält Lukas Kleckers einen neuen Rekord. Seine Partie gegen Ashley Hugill in den letzten 16 des ersten Turniers der Q-School dauerte fast 6 Stunden und wurde mit einer respotted Black im entscheidenden Frame für Kleckers entschieden. Sechs Stunden für 7 Frames. Respekt!

Samstag, 18. Mai 2019

Q-School 2019

World Snooker veranstaltet eine Serie aus drei Turnieren, bei denen sich jeweils die vier Halbfinalisten für die Maintour qualifizieren können. Das bedeutet, dass es insgesamt 12 Startplätze für die kommenden beiden Saisons auf der Maintour zu gewinnen gibt. Dieses Jahr finden die Turniere in Wigan statt, einer Stadt westlich von Manchester. Die Turniere finden hintereinander statt, beginnend mit dem ersten am 18. Mai.

An den Turnieren nehmen nicht nur Rookies teil, sondern auch viele von der Maintour ausgeschiedene Ex-Profis. Es macht immer wieder Spaß zu sehen, wie sich die gestandenen Snookerspieler gegen die Neulinge beweisen müssen.
Dieses Jahr sind bei der Q School auch einige deutsche Spieler vertreten. Allen voran Lukas Kleckers, welcher es letzte Saison verpasst hat, genug Weltrangpunkte für den Verbleib auf der Maintour zu sammeln. Weiterhin versuchen Felix Frede, Robin Otto und Umut Dikme ihr Glück.

Einen Livescore gibt es unter http://livescores.worldsnookerdata.com/

Hier, im stetigen Update, die Ergebnisse der deutschen Starter:

1. Turnier (18.05. - 23.05.19)
Runde 1
Felix Frede - Julian Boiko 2:4
Wang ZePeng - Robin Otto 4:0
Umut Dikme - Dean Young 4:3
Runde 2
Josh Boileau - Lukas Kleckers 3:4
Umut Dikme - Billy Jo Castle 1:4
Runde 3
Lukas Kleckers - George Pragnell 4:3
Runde 4
Andres Petrov - Lukas Kleckers 1:4
Runde 5
Ashley Hugill - Lukas Kleckers 3:4
Viertelfinale
Jamie O'Neil - Lukas Kleckers 4:1

2. Turnier (24.05. - 29.05.19)
Runde 1
Robin Otto - Andrew Doherty 1:4
Danny Brindle - Felix Frede 3:4
Umut Dikme - Billy Joe Castle 1:4
Runde 2
Jack Bradford - Felix Frede 4:3
Dylan Emery - Lukas Kleckers 1:4
Runde 3
Lukas Kleckers - Chen Zifan 0:4

3. Turnier (30.05. - 04.06.19)
Runde 1
Felix Frede - James Burrett 4:3
Abdul Raheem - Lukas Kleckers 0:4
Robin Hull - Umut Dikme 4:2
Runde 2
Felix Frede - Ben Hancorn 4:2
Lukas Kleckers - Lin Shuai 4:3
Barry Pinches - Robin Otto 4:0
Runde 3
Felix Frede - Andy Marriott 2:4
Lukas Kleckers - Allan Taylor 3:4

Montag, 6. Mai 2019

Triumph für Trump - endlich Weltmeister

Mr. Haircut 100
Nun endlich hat er ihn, den Pott des Weltmeisters. Judd Trump schlägt im Finale der Weltmeisterschaft John Higgins mit 18:9. Der 29-Jährige erfüllt sich damit den größten Traum seines 14-jährigen Profitums.

Lange war Trump als viel zu risikofreudiger Spieler verschrien, aber was er in diesem Finale zeigte, grenzte nahezu an Perfektion. Allein sieben Centuries standen am Ende auf seinem Konto - so viele gab es noch nie in einem WM-Finale. Higgins konnte einem schon fast leidtun ob der Potqualität seines Widersachers, aber er genoss sichtlich die großartige Performance von Trump. Er hatte ja auch den besten Zuschauerplatz. Für Higgins war es übrigens das dritte verlorene WM-Finale in Folge. Damit schiebt er sich auf Rang 2 der ewigen Verlorene-WM-Finale-in-Folge-Liste. Die führt weiterhin Jimmy White an, mit 5 verlorenen WM-Finalen in Folge.

Wie geht es nun weiter mit Judd Trump? Er wird sicherlich einen neuen Schuhschrank brauchen, denn für die 500.000 britischen Pfund, da gibt es schon jede Menge neue Pantoffeln.

Dienstag, 23. April 2019

Amateurklatsche für die No 1.

Big Win für James Cahill
Was für ein Auftakt zur Weltmeisterschaft. Der fünfmalige Weltmeister und  die derzeitig Nummer 1. der Weltrangliste Ronnie O'Sullivan verliert gegen James Cahill in der ersten Runde. Das ist umso ungewöhnlicher, als das sich Cahill als erster Amateur überhaupt für die final stages der Weltmeisterschaft qualifizieren konnte. Und nun noch der Sieg über die Nummer 1 in der ersten Runde, einfach unglaublich.

Unbekannt ist Cahill in der Snookerszene nicht, so ist die Schwester seiner Mutter mit Stephen Hendry verheiratet. Da wird der siebenfachen Weltmeister am Frühstückstisch seinem Neffen bestimmt den einen oder anderen Tipp gegeben haben. Auch war der 23-jährige Cahill schon einmal auf der Maintour. 2013 konnte er sich über den Gewinn der Europameisterschaft qualifizieren, verpasste aber genug Punkte zu sammeln, um Profi zu bleiben, so dass nach zwei Jahren mit dem Profitum Schluss war. Vielleicht können sich auch noch einige an seine Mutter erinnern, Maria Cahill. Sie war eine sehr talentierte Spielerin in den 80ern und 90ern. Sie verhalf James auch zu neuer Motivation zum Snookerspiel nach dem Ausscheiden aus der Maintour. Sie schickte ihn nach Belgien zu Chris Henry, welcher ihn gerade in mentaler Matchhärte aufbaute. Lustigerweise wurde Chris Henry von Frank Callan ausgebildet und dieser war damals der Trainer von Maria Cahill. So klein ist also die Snookerwelt.

Sonntag, 17. Dezember 2017

Die 13 bringt doch Glück

Neil Robertson
Cao Yupeng verpasst Schwarz zum Titelgewinn und muss zusehen, wie sich Neil Robertson den Titel der Scottish Open mit 9:8 holt.
Dabei standen die Chancen nicht schlecht für den 27-jährigen Chinesen, lag er bereits mit 8:4 in Führung. Aber das eigentliche Drama fand im 16. Frame statt, als Yupeng eine durchaus pottbare, schwarze Kugel zum Framegewinn in der Tasche klappern ließ. Robertson nahm das Geschenk an und gewann auch den Decider zu seinem 13. Titelgewinn seiner Karriere. So richtig freuen mochte sich der Australier aber nicht, ob der guten Darbietung seines Widersachers im Finale. Hoffen wir, dass der sympathische Chinese die verpasste Titelchance von Glasgow schnell verarbeitet.

Sonntag, 10. Dezember 2017

O'Sullivan im Titelrausch

Ronnie O'Sullivan
Man muss sich mit dem Abendbrot in der Küche schon beeilen, wenn Ronnie O'Sullivan ein Finale spielt. Das kann sehr schnell vorbei sein, wenn der fünffache Weltmeister Lust aufs spielen hat und man ihm ein wenig zuschauen möchte. Während Finale mit anderen Teilnehmern meistens die zeitliche Geisterstunde erreichen, gibt es bei "Ronnie" nicht viel Federlesen. So geschehen auch am heutigen Abend. Im Finale der UK Championship trafen Ronnie O'Sullivan und Shaun Murphy aufeinander. Während die Nachmittagssession noch ausgeglichen endete, drückte O'Sullivan der Abendsession seinen Stempel auf, gewann fünf Frames in Folge zum 10:5 Endstand. Damit konnte der 42-jährige Engländer das sechste Mal die UK-Championship gewinnen - 24 Jahre nach seinem ersten UK-Titel und seinem ersten Titel als Profisportler überhaupt.

Natürlich freute er sich auch über knapp 200.000 Euro Siegesprämie, welche er in eine Stiftung für bedürftige Personen stecken möchte. "Geld ist nicht mein Motivator. Ich genieße mein Glücklichsein - das kann man von Geld nicht kaufen" sagte der Gewinner im Interview nach dem Finale.