Montag, 15. Mai 2017

Luckas Kleckers ist Snookerprofi

Lukas Kleckers, Grand Prix Dortmund
In ein paar Tagen wird Lukas Kleckers 21 Jahre alt. Zeit für eine besonders große Torte. Das schönste Geschenk hat er sich schon selbst überreicht - ein Maintourticket für zwei Jahre.

Natürlich bekam er dieses Ticket nicht geschenkt. Er musste dafür in der letzten Woche in Preston einen Platz unter den besten vier des ersten Turniers der QSchool erreichen. Dazu musste er sechs Siege in Folge einfahren, was dem von vielen Snookermüttern gewünschte Schwiegersohn gelang.
Kleckers ist damit der dritte Deutsche, welcher einen Sprung auf die Maintour schafft. Die heimische Snookergemeinde gibbert nun auf den ersten Auftritt des sympathischen Maschinenbaustudenten.

Vielleicht gibt es ja einen "Boris Becker-Effekt" wünschen sich die deutschen Snookerspieler. Snooker soll bekannter werden, mehr Sportler und damit auch Sponsoren locken. Luckas Kleckers ist ein Teil dieses Traumes der deutschen Snookerszene. Ein deutscher Spieler, irgendwann einmal als Snookerweltmeister - das wäre was. Darauf könnte man eine ganze Sportart neu ausrichten. So wie damals im Tennissport, als Boris Becker Wimbledon gewann und die Massen auf die Tennisplätze strömten.

Dienstag, 9. Mai 2017

Matthew Stevens Snookercue gestohlen

Traurig über den Verlust seines Trevor White Cues
Am letzten Wochenende wurde im walisischen Llanelli das Snookercue von Matthew Stevens gestohlen. Er hatte es in seinem geparkten Auto zurückgelassen. Jeder Snookerenthusiast weiß, dass es nichts schlimmeres für einen Snookerspieler gibt, als den Verlust seines Snookercues. Das gestohlene Trevor White Cue war bereits seit dem 12 Lebensjahr in den Spielhänden von Stevens und hat ihm den Gewinn des Masters und der UK Championship ermöglicht. Der 39-jährige muss nun mit einem seiner Ersatzcues Vorlieb nehmen. Immerhin hat er sich vor geraumer Zeit ein Replica seines Cues bauen lassen. Kein geringerer als John Parris hatte dieses angefertigt.

Montag, 5. Dezember 2016

Schon wieder Selby?

Nr. 1: Mark Selby
"Boah, wie laaaangweilig" oder "Boah, was für eine tolle Leistung" lauten die Ausrufe der zuschauenden Snookergemeinde über das Spiel von Mark Selby. 95 Wochen auf Platz 1 der Snookerweltrangliste. Vier Finalteilanhmen in dieser Saison, drei davon gewonnen. So auch am letzten Wochenende. Mit 10:7 gewann Selby das Finale der UK Championship gegen Ronnie O'Sullivan. Das sind jede Menge Ausrufezeichen für den 33-jährigen Engländer. Befinden wir uns in der Ära des Mark Selby? 95 Wochen auf Rang 1 der Weltrangliste, das bedeutet seit Februar 2015, ist schon eine ganz schön lange Zeit. Na gut, im Vergleich zu Stephen Hendry, welcher in den 90ern, 7 Jahre lang ohne Unterbrechung die Weltrangliste anführte, ist das noch fast nichts. Selby wird aber noch eine Weile an der Spitze der Rangliste stehen bleiben. Sein Abstand auf den zweiten, Stuart Bingham, beträgt gute 400.000 Pfund. Beachtlich und bedeutet, dass ihm der 1. Platz bis zum Beginn der Weltmeisterschaft im nächsten Jahr sicher ist.

Montag, 21. November 2016

We can be Heroes, just for one day

Freut sich wie Bolle: Mark King
Es ist das Jahr 2016. Wir befinden uns in Belfast. Eigentlich befinden wir uns in einem Zelt im Titanic Exhibition Center. Es ist hier so windig, das der Austragungsort nicht besser zur Siegertrophäe der Northern Ireland Open passen könnte. "Alex Higgins Trophy" steht auf dem gläsernen Pokal, welcher auf den Sieger wartet. Alex Higgins, auch The Hurricane genannt, war einer der beliebtesten Snookerspieler auf diesem Planeten. The Hurricane, wie passend zu diesem wohl windigsten Spielort der World Snookergeschichte. Und dann gab es hier einen König, den das alles nicht störte, weder der Wind noch die startenden Flugzeuge vom benachbarten Flughafen. Der König, welcher seit 25 Jahren auf einen Titel wartete, seinen ersten Titel. Ok, der englische Titel wäre mehr wert gewesen, aber nun ist es halt ein nordirischer Titel. Aber auch das störte den König nicht. Er freute sich über den Titelgewinn ganz feuchte Augen und huldigte minutenlang dem zuschauenden Volke.

Zusammengefasst: Mark King gewinnt das Finale der Northern Ireland Open mit 9:8 gegen Barry Hawkins.

PS: Titel ist aus David Bowie "Heroes"

Montag, 31. Oktober 2016

Lukas Kleckers gewinnt Bundesmeisterschaft 6-Reds

Zum ersten Mal in der deutschen Sportgeschichte fand am letzten Wochenende eine Bundesmeisterschaft 6-Reds statt. In dieser Variante des Snooker wird nur mit 6 roten Bällen gespielt, anstatt der 15 im klassischen Snookerspiel.

Begrüßung der Teilnehmer durch Schiedrichter Ingo Schmidt

Aufmerksame Teilnehmer

6-Reds ist in den asiatischen Gegenden eine sehr beliebte Spielart. Bei der Weltmeisterschaft in diesem Jahr wurden über 200.000 Euro an Preisgeld ausgeschüttet. Amtierender Weltmeister im 6-Reds ist der Snokerprofi Ding Junhui. Kein Wunder also, das der deutsche Bundessportwart Thomas Hein zum großen Vergleichswettkampf die Sportler der einzelnen Bundesländer rief. Und die kamen auch. Aus ganz Deutschland angereist, trafen sich 59 Teilnehmer in der Snookermetropole Rüsselsheim. Über zwei Tage kämpften, rackerten, lachten und analysierten das Spiel der 6-Reds um am Ende dem Bundesmeister Luckas Kleckers zu gratulieren.

Das Highest Break des Turniers teilten sich Felix Frede und Luca Kaufmann. Beide erzielten 58 Punkte in Serie.


Hier alle Ergebnisse der 1. Bundesmeisterschaft im 6-Reds:
Gruppe A
Kirim, Ali - Dauscher, Patrick 3:1

Gruppe B
The, Johannes - Otto, Robin 1:3
The, Johannes - Löwe, Steffen 0:3
Löwe, Steffen - Otto, Robin (40) 0:3

Gruppe C
Schmidt, Armin - Till, Michael 3:0
Wagner, Rene - Ladwig, Daniel 3:0
Wagner, Rene - Schmidt, Armin (45) 0:3
Ladwig, Daniel - Till, Michael 1:3
Schmidt, Armin - Ladwig, Daniel 3:0
Till, Michael - Wagner, Rene 0:3

Gruppe D
Schenk, Stefan - Mahr, Rolf 3:0
Lüttich, Volker - Mahr, Rolf 0:3
Schenk, Stefan - Lüttich, Volker 3:0

Gruppe E
Kodri, Noah - Meyer, Hajo 3:0
Meyer, Hajo - Schuler, Diana 3:0
Schuler, Diana - Kodri, Noah 1:3

Gruppe F
Wong, Oliver - Sprengel, Jonas 3:1
Eheim, Michael - Gold, Oskar 1:3
Eheim, Michael - Wong, Oliver 1:3
Gold, Oskar - Sprengel, Jonas 3:1
Wong, Oliver - Gold, Oskar 3:0
Sprengel, Jonas - Eheim, Michael 1:3

Gruppe G
Prehn, Michael - Rothaug, Dennis 2:3
Oltmanns, Erich - Kaufmann, Luca 0:3
Oltmanns, Erich - Prehn, Michael 1:3
Kaufmann, Luca (36) - Rothaug, Dennis 3:2
Prehn, Michael - Kaufmann, Luca 0:3
Rothaug, Dennis - Oltmanns, Erich 3:1

Gruppe H
Dück, Daniel - Boisen Andreas 3:0
Weber, Fabian - Dikme, Davut 0:3
Weber, Fabian - Dück, Daniel 1:3
Dikme, Davut - Boisen, Andreas 1:3
Dück, Daniel - Dikme, Davut 3:2
Boisen, Andreas - Weber, Fabian 3:1

Gruppe I
Frey, Wolfgang - Schneider, Daniel 0:3
Dikme, Umut - Schaffner, Ingo 3:0
Dikme, Umut (40) - Frey, Wolfgang 3:0
Schaffner, Ingo - Schneider, Daniel 0:3
Frey, Wolfgang - Schaffner, Ingo 3:1
Schneider, Daniel (49) - Dikme, Umut 3:1

Gruppe J
Schneidewindt, Jörg - Dietzel, Roman 2:3
Biedermann, Norbert - Kuka, Stephan 0:3
Biedermann, Norbert - Schneidewindt, Jörg 2:3
Kuka, Stephan - Dietzel, Roman 0:3
Schneidewindt, Jörg - Kuka, Stephan 3:2
Dietzel, Roman - Biedermann, Norbert 3:0

Gruppe K
Hauburg, Christian - Dickhaut, Stefan 3:1
Frey, William - Buchwald, Roman 3:0
Frey, William - Hauburg, Christian 3:1
Buchwald, Roman - Dickhaut, Stefan 0:3
Hauburg, Christian - Buchwald, Roman 1:3
Dickhaut, Stefan - Frey, William 0:3

Gruppe L
Pluntke, Markus - Breuer, Sascha 3:2
Schindler, Maximilian - Kuhl, Sebastian 0:3
Schindler, Maximilian - Pluntke, Markus 0:3
Kuhl, Sebastian - Breuer, Sascha (49,37) 1:3
Pluntke, Markus - Kuhl, Sebastian 2:3
Breuer, Sascha - Schindler, Maximilian 3:0

Gruppe M
Kleckers, Lukas - Stiefenhofer, Florian 3:0
Hamdy, Aly - Lidtke, Patrick 0:3
Hamdy, Aly - Kleckers, Lukas 0:3
Lidtke, Patrick - Stiefenhofer, Florian 2:3
Kleckers, Lukas (32) - Lidtke, Patrick 3:0
Stiefenhofer, Florian - Hamdy, Aly 2:3

Gruppe N
Georgopoulos, Nicolas - Friedrichs, Tobias 2:3
Schlegel, Ralf - Kurz, Kim 0:3
Schlegel, Ralf - Georgopoulos, Nicolas 0:3
Kurz, Kim - Friedrichs, Tobias 1:3
Georgopoulos, Nicolas - Kurz, Kim 0:3
Friedrichs, Tobias - Schlegel, Ralf 3:0

Gruppe O
Kunhart, Christian - Brandt, Andre 0:3
Buchwald, Volker - Thode, Olaf (34) 0:3
Buchwald, Volker - Kunhart, Christian 3:0
Thode, Olaf - Brandt, Andre 3:1
Kunhart, Christian - Thode, Olaf 0:3
Brandt, Andre - Buchwald, Volker 1:3

Gruppe P
Cesal, Thomas - Sciborski, Daniel 2:3
Frede, Felix (38) - Gardt, Michael 3:0
Frede, Felix (34,58) - Cesal, Thomas 3:1
Gardt, Michael - Sciborski, Daniel 0:3
Cesal, Thomas - Gardt, Michael 2:3
Sciborski, Daniel (32,32) - Frede, Felix 0:3

Last 32:
Kirim, Ali - Schneidewindt, Jörg 3:1
Frede, Felix - Hauburg, Christian 3:1
Schneider, Daniel - Gold, Oskar 3:0
Dück, Daniel - Kurz, Kim 3:0
Kodri, Noah - Wagner, Rene 1:3
Breuer, Sascha - Buchwald, Volker 3:1
Kleckers, Lukas (39,55) - Löwe, Steffen 3:0
Schenk, Stefan (39) - Rothaug, Dennis 3:2
Schmidt, Armin - Mahr, Rolf 3:0
Friedrichs, Tobias - Dauscher, Patrick 2:3
Frey, William - Dikme, Umut 3:2
Wong, Oliver - Meyer, Hajo 0:3
Kaufmann, Luca - Pluntke, Markus 3:0
Dietzel, Roman - Boisen, Andreas 3:1
Thode, Olaf - Lidtke, Patrick 3:0
Otto, Robin - Sciborski, Daniel (33) 3:1

Achtelfinale:
Kirim, Ali - Frede, Felix 3:4
Schneider, Daniel - Dück, Daniel 0:4
Wagner, Rene - Breuer, Sascha 2:4
Kleckers, Lukas (38) - Schenk, Stefan 4:0
Schmidt, Armin - Dauscher, Patrick (38) 4:1
Frey, William - Meyer, Hajo 4:1
Kaufmann, Luca (58) - Dietzel, Roman (57) 3:4
Thode, Olaf - Otto, Robin 3:4

Viertelfinale:
Frede, Felix - Dück, Daniel 4:0
Breuer, Sascha - Kleckers, Lukas 0:4
Schmidt, Armin (33) - Frey, William 4:1
Dietzel, Roman - Otto, Robin 2:4

Halbfinale:
Frede, Felix (32) - Kleckers, Lukas (45) 2:4
Schmidt, Armin - Otto, Robin 2:4

Finale:
Kleckers, Lukas - Otto, Robin 4:0

Sonntag, 16. Oktober 2016

Der 1 Million Pfund Mann Wenbo?

Mit 9:6 gewinnt Liang Wenbo das Finale der English Open gegen Judd Trump. Das Turnier ist der erste Teil der Home Nations Serie. Es folgen noch die Irish Open, Scottish Open und die Welsh Open. Der Teilnehmer, der alle vier Turniere gewinnen kann, erhält den unglaublichen Bonus von einer Million britischer Pfund. Aber auch ohne diesen Bonus gibt es jede Menge Geld bei den Turnieren zu gewinnen. Jedes dieser Turniere hat ein Preisgeld von 366.000 britischen Pfund, also knapp 440.000 Euro. Im Rennen um die Million ist aber nur noch einer, Liang Wenbo.

Sonntag, 28. August 2016

Serienstar Selby

Mark Selby, König von Fürth
Mark Selby ist der König von Fürth. Bereits zum dritten Mal nach 2011 und 2012 konnte der Weltranglistenerste die Trophäe der mittelfränkischen Stadt in die Höhe recken. Im Finale traf er auf Tom Ford, den er mit 4:2 bezwang. Es ist der erste Titel des 33-jährigen in dieser noch jungen Saison.
Beim Rückblick auf die Tage in Fürth, freuen wir uns besonders, dass Snookerveteran Jimmy White mal wieder ein Viertelfinale erreicht hat. Das erste seit nun 12 Jahren. Anscheinend zeigt das umgestellte Fitnessprogramm des 54-jährigen Wirkung. Übrigens: Jimmy White ist seit 36 Jahren auf der Profitour und immer noch mit unglaublichem Spaß dabei.

Und, man glaube es kaum, Thepchaiya Un-Nooh hat endlich seinen 147 Fluch besiegt. In Fürth schaffte es der 31-jährige Thailänder eine blitzsaubere 147 im Match gegen Kurt Maflin. In der letzten Saison hat er diese 147 zweimal auf schwarz versemmelt, einmal bei den UK-Championship und einmal in den Qualifikationsrunden zur Weltmeisterschaft. Seien die 40.000 britischen Pfund, die es für dieses Maximum gab, dem sympathischen Spieler gegönnt.