Montag, 18. März 2013

Die Maschine Ding

Ding bereitet den Tischfittern
jede Menge Konfetti
Ding Junhui gewinnt das Finale des PTC Grand Finals mit 4:3 gegen Neil Robertson. Es war mit Abstand der beste Auftritt des 25-jährigen Chinesen seiner Karriere. Im Finale von Galway erreichte Ding eine Trefferquote von überragenden 99 %. Dabei sah er bis zum vierten Frame fast wie der sichere Verlierer aus. Robertson machte in den ersten drei Frames der Begegnung keine Fehler. In den weiteren vier Frames danach aber auch nicht, denn er kam fast nicht mehr dran. Mit dem achten Turniertitel im zehnten Jahr seiner Profi-Karriere krönt Ding eine für ihn sehr erfolgreiche Woche. Nicht nur sein Maximum im Viertelfinale gegen Mark Allen zeigt, dass der junge Chinese einer der heißesten Kandidaten auf den Weltmeisterschaftstitel ist. Denn offensichtlich hat der sonst so reservierte Ding mächtig Spaß bei seinen Auftritten und zeigt das nun auch unverblümt. Leichter wird das dadurch für seine Konkurrenten bestimmt nicht.

Montag, 4. Februar 2013

German Masters - des Kapitäns dritter Streich

The captain of her heart
Ali Carter gewinnt das Finale der German Masters mit 9:6 gegen Marco Fu. Es ist der dritte Turniersieg in der Snookerkarriere des 33-jährigen Engländers. Beide Kontrahenten ließen sich von der Zuschauermenge des ausverkauften Tempodroms nicht beeindrucken und zeigten ein hochklassiges Finale. Marco Fu Ka-Chun verpasste nur knapp ein Maximum in Frame vier der Begegnung - es wäre das dritte seiner Karriere vor laufenden Kameras gewesen. Für Ali Carter bedeutet der Sieg von Berlin einen Sprung auf Platz 11 der aktuellen Weltrangliste und ein zusätzliches Salär von 60.000 Euro.

Ali Carter wird von seinen Fans und Arbeitskollegen liebevoll "The Captain" genannt, weil er in Besitz einer Pilotenlizenz ist, welche ihm sogar erlaubt Verkehrsflugzeuge als verantwortlicher Pilot zu führen.

Es gibt keine lange Snookerpause, denn bereits am 11.02. beginnen in Newport die Welsh Open. Auch dort geht es um einen Siegerscheck von knapp 60.000 Euro. Interessant wird das Turnier vor allem für die Top 16 der Weltrangliste. Sie werden zum ersten Mal in der Geschichte der World Snooker nicht mehr automatisch in den letzten 32 gesetzt - sondern in Runde 2 zur Qualifikation der Hauptrunde.

Mittwoch, 30. Januar 2013

German Masters - Die Bälle rollen zum dritten Mal

Fünf Tische im Rund - Das ist Berlin
Endlich wieder Snooker - und das wieder einmal in Deutschland. Zum dritten Mal in Folge finden die German Masters in Berlin statt. Für die Finaltage, vom 30.01. bis 03.02., im Tempodrom haben sich einige Veteranen des Snookersports qualifiziert, wie z. B.  James Wattana, Jimmy White oder Nigel Bond. Neben den üblichen Verdächtigen der TOP 16 werden die eingefleischten Snookerfans auch ein paar neue Gesichter zu begutachten haben, denn ein Daniel Wells, Dechewat Poomjaeng oder Michael Wasley hat es noch nicht so häufig in die Endrunde eines Maintourevents geschafft.

Fünf Tage Snookersport in einer einmaligen Arena stehen vor uns. Lassen wir uns überraschen, wer die Nachfolge von Ronnie O'Sullivan, den Gewinner des German Masters, antritt. Insgesamt wird ein Preisgeld von 280.000 Euro ausgespielt, 60.000 Euro allein für den Gewinner. Der Snookerfan, welcher keine Eintrittskarten für die nervenaufreibende Stimmung im Tempodrom erstanden hat, kann sich wieder einmal auf die vielen Übertragungsminuten von Eurosport freuen. Trotzdem kann man den Weg nach Berlin nur empfehlen - mehr Snookerstimmung als in der Bundeshauptstadt geht nicht.

Montag, 14. Januar 2013

Matthew Stevens verliert Führerschein

Ein Jahr lang muss sich nun der walisische Snookerprofi ein Taxi nehmen, um zum Training zu fahren. Matthew Stevens wurde mit über ein Promille Alkohol im Blut am Steuer seines Mercedes von der Polizei angehalten - erlaubt sind in England 0,8 Promille. Zusätzlich wurde dem 14. der Weltrangliste noch eine Strafe von knapp 500 Euro aufgebrummt.

Montag, 7. Januar 2013

S'läuft für Selby - Sieg in Fürstenfeldbruck

Mark Selby hat das Finale der Munich Open mit 4:3 gegen Graeme Dott gewonnen. Anscheinend gewinnt er sehr gerne in Deutschland, denn er hat bereits die Trophäe der Paul Hunter Classics aus dem letzten August in seiner Vitrine. Durch diesen Sieg führt er ebenfalls die Order of Merrit der Players Tour Championships-Serie an, welche aus 10 Turnieren in ganz Europa besteht. Die Munich Open waren der letzte PTC in dieser Saison. Das Turnier diente somit auch zur Qualifikation für die Grand Finals in Irland, welche dort im kommenden März stattfinden. Die 32 besten Spieler aller PTC werden dann dort um die Siegesprämie von 100.000 britischen Pfund spielen.

Montag, 17. Dezember 2012

EPTC - Ding gewinnt in Schottland

Anthony McGill: Sein erstes Mal (im Finale)
Da haben die schottischen Ausrichter richtig Glück gehabt, denn mit Anthony McGill stand ein schottischer Landsmann im Finale des EPTC von Ravenscraig. Doch zur ganz großen Sensation sollte es nicht kommen. McGill fehlte einfach die Erfahrung, bei seinem ersten Finale vor laufenden Fernsehkameras, um Ding Junhui zu schlagen. So gewann der Chinese sein erstes Turnier in dieser Saison mit 4:2. Immerhin bringt ihm das 12.000 Euro und 2000 Punkte für die Weltrangliste ein.

Anthony McGill (21) ist seit 2010 auf der Maintour dabei, für die er sich über die damalige PIOS qualifiziert hat.

Montag, 10. Dezember 2012

UK Championship - Selby wieder die Nummer 1

Wer hätte das gedacht? Na, das Judd Trump nicht die UK-Championship gewinnt. Nach seiner grandiosen Vorstellung beim letzten Turnier in China und dem Sprung auf Weltranglistenplatz 1 nun wieder hinein in die Ernüchterung, dass da ja noch ein paar andere Snookerprofis sind, welche auch mal einen Ball treffen. Allen voran Mark Selby, welcher sich, nach dem gestrigen Gewinn der UK-Championship, wieder auf Platz 1 der Weltrangliste wiederfindet. Mark Selby gewann das Finale von York mit 10:6 gegen seinen Freund Shaun Murphy in einem rein englischen Finale. Das letzte Finale der UK-Championship, in dem zwei Engländer aufeinandertrafen, war vor genau 20 Jahren. Damals, 1992, gewann Jimmy White gegen John Parrot. Übrigens wurde da im Finale noch best of 31 gespielt.