Montag, 6. Mai 2013

Ronnie O´Sullivan ist Weltmeister

der Mini-O´Sullivan war der erste Gratulant
Es war das Comeback des Jahres. Nach einem Jahr Pause kommt Ronnie O´Sullivan zurück an den Snookertisch und verteidigt erfolgreich seinen Weltmeistertitel.

Nichts hat die Fans vor der Weltmeisterschaft mehr beschäftigt, als die Frage, ob das überhaupt funktionieren kann - ein Sabbatical von einem Jahr einlegen und dann noch Snooker auf dem höchsten Niveau spielen zu können. Ja, es funktioniert. O´Sullivan hat mit seinem fünften Weltmeistertitel wieder einmal bewiesen, dass er der Snookerdominator des laufenden Jahrzehnts ist.
Ach, da war ja auch noch sein Gegner im Finale von Sheffield, Barry Hawkins. Dieser spielte das Turnier und auch das Finale seines Lebens, aber nie beschlich den gemeinen Fernsehzuschauer das Gefühl, dass O´Sullivan das Finale verlieren könnte. 18:12 lautete der Endstand in einem wundervollen Finale.

Die Snookerpause der Maintour kann nun für Spekulationen genutzt werden. Wird O´Sullivan wieder ein Jahr Pause machen und zur Verteidigung seines Titels im Crucible antreten? Oder war es das nun endgültig? Es hätte jedenfalls jede Menge Stil, wenn "Ronnie" auf dem Zenith seines Könnens und Erfolges von der Showbühne des Snookersports zurücktreten würde. Lassen wir uns einfach überraschen, was sich der launische Snookerkönig noch alles einfallen läßt.

Sonntag, 21. April 2013

Weltmeisterschaft 2013

Er ist wieder da, Ronnie O'Sullivan
Am diesem Wochenende hat sie endlich begonnen - die Weltmeisterschaft. Wann soll der deutsche Snookerfan eigentlich einkaufen gehen? Gefühlte 1000 Stunden Fernsehübertragung warten auf ihn. Zwei Wochen lang, jeden Tag ab 11:00 Uhr, kann man das Geschehen im Crucible auf Eurosport und dem Eurosportplayer verfolgen.

Und, auch er ist wieder auf der großen Bühne der Snookershowgeschäfts. Ronnie O'Sullivan, der Snookerstar, der die Snookerfans so spaltet. Die einen lieben sein Talent die Bälle zu bewegen, die anderen hassen ihn für seine Überheblichkeit und Ignoranz. Aber reicht sein Training für die Verteidigung des Weltmeisterstitels? Durch seine sich selbst auferlegte Pause vom Snookersport fehlt ihm natürlich ein wenig Routine im Turniergeschehen. Auf der anderen Seite ist er natürlich auch ausgeruht und hat sich die Strapazen der vielen Turniere im Worldsnooker-Kalender erspart.

Aber wer soll sonst Weltmeister werden?
Vielleicht wird es Mark Selby. Immerhin hat er in dieser Saison das Masters und die UK-Championship gewonnen hat. Ihm fehlt somit nur noch der Gewinn der Weltmeisterschaft zum sogenannten Tripple, welches bis dato nur vier Spieler gewinnen konnten.

Judd Trump. Kann er Weltmeister werden? Auf alle Fälle wird das Publikum hinter diesem angstlosen Verteidiger des Angriffssnooker stehen. Der 23-jährige konnte auch schon jede Menge Crucible-Erfahrung sammeln, denn er erreichte 2011 das Finale der Weltmeisterschaft, verlor dieses aber gegen John Higgins.

Aber das hier sind nur zwei Ideen oder besser ganz, ganz vage Vermutungen. Die Spitze der Snookerspieler ist, was das Leistungsvermögen betrifft, sehr eng zusammengerückt. Neil Robertson, Shaun Murphy oder sogar Ding Junhui sind in der Lage dieses Turnier zu gewinnen. Vielleicht setzt sich am Ende auch ein Debütant in der Crucible-Arena die Krone auf. Schauen wir nach Sheffield. Genießen wir einfach die nächsten zwei Wochen und freuen uns über spannende Begegnungen, gestürzte Favoriten und ein ausgefülltes Fernsehprogramm.

Dienstag, 16. April 2013

Und die Weltmeisterin heißt Reanne Evans

Zum neunten Mal in Folge gewinnt Reanne Evans die Weltmeisterschaft der Damen. Sie gewinnt das Finale in Cambridge mit 6:3 gegen ihre Freundin und Sparringspartnerin Maria Catalano. Dabei kann die 27-jährige Engländerin sogar auf zwei Centuries im Finale zurückschauen. Die Weltmeisterschaft der Damen findet traditionell in der Woche vor dem Beginn der Weltmeisterschaft der Herren statt. Allerdings ist das Preisgeld der Damen nicht ganz so hoch wie bei den Vertretern des anderen Geschlechts. 400 britische Pfund erhält Evans für ihren Weltmeistertitel, der Weltmeister bei den Herren wird am 6. Mai einen Scheck über 250.000 britische Pfund einstreichen.

Montag, 18. März 2013

Die Maschine Ding

Ding bereitet den Tischfittern
jede Menge Konfetti
Ding Junhui gewinnt das Finale des PTC Grand Finals mit 4:3 gegen Neil Robertson. Es war mit Abstand der beste Auftritt des 25-jährigen Chinesen seiner Karriere. Im Finale von Galway erreichte Ding eine Trefferquote von überragenden 99 %. Dabei sah er bis zum vierten Frame fast wie der sichere Verlierer aus. Robertson machte in den ersten drei Frames der Begegnung keine Fehler. In den weiteren vier Frames danach aber auch nicht, denn er kam fast nicht mehr dran. Mit dem achten Turniertitel im zehnten Jahr seiner Profi-Karriere krönt Ding eine für ihn sehr erfolgreiche Woche. Nicht nur sein Maximum im Viertelfinale gegen Mark Allen zeigt, dass der junge Chinese einer der heißesten Kandidaten auf den Weltmeisterschaftstitel ist. Denn offensichtlich hat der sonst so reservierte Ding mächtig Spaß bei seinen Auftritten und zeigt das nun auch unverblümt. Leichter wird das dadurch für seine Konkurrenten bestimmt nicht.

Montag, 4. Februar 2013

German Masters - des Kapitäns dritter Streich

The captain of her heart
Ali Carter gewinnt das Finale der German Masters mit 9:6 gegen Marco Fu. Es ist der dritte Turniersieg in der Snookerkarriere des 33-jährigen Engländers. Beide Kontrahenten ließen sich von der Zuschauermenge des ausverkauften Tempodroms nicht beeindrucken und zeigten ein hochklassiges Finale. Marco Fu Ka-Chun verpasste nur knapp ein Maximum in Frame vier der Begegnung - es wäre das dritte seiner Karriere vor laufenden Kameras gewesen. Für Ali Carter bedeutet der Sieg von Berlin einen Sprung auf Platz 11 der aktuellen Weltrangliste und ein zusätzliches Salär von 60.000 Euro.

Ali Carter wird von seinen Fans und Arbeitskollegen liebevoll "The Captain" genannt, weil er in Besitz einer Pilotenlizenz ist, welche ihm sogar erlaubt Verkehrsflugzeuge als verantwortlicher Pilot zu führen.

Es gibt keine lange Snookerpause, denn bereits am 11.02. beginnen in Newport die Welsh Open. Auch dort geht es um einen Siegerscheck von knapp 60.000 Euro. Interessant wird das Turnier vor allem für die Top 16 der Weltrangliste. Sie werden zum ersten Mal in der Geschichte der World Snooker nicht mehr automatisch in den letzten 32 gesetzt - sondern in Runde 2 zur Qualifikation der Hauptrunde.

Mittwoch, 30. Januar 2013

German Masters - Die Bälle rollen zum dritten Mal

Fünf Tische im Rund - Das ist Berlin
Endlich wieder Snooker - und das wieder einmal in Deutschland. Zum dritten Mal in Folge finden die German Masters in Berlin statt. Für die Finaltage, vom 30.01. bis 03.02., im Tempodrom haben sich einige Veteranen des Snookersports qualifiziert, wie z. B.  James Wattana, Jimmy White oder Nigel Bond. Neben den üblichen Verdächtigen der TOP 16 werden die eingefleischten Snookerfans auch ein paar neue Gesichter zu begutachten haben, denn ein Daniel Wells, Dechewat Poomjaeng oder Michael Wasley hat es noch nicht so häufig in die Endrunde eines Maintourevents geschafft.

Fünf Tage Snookersport in einer einmaligen Arena stehen vor uns. Lassen wir uns überraschen, wer die Nachfolge von Ronnie O'Sullivan, den Gewinner des German Masters, antritt. Insgesamt wird ein Preisgeld von 280.000 Euro ausgespielt, 60.000 Euro allein für den Gewinner. Der Snookerfan, welcher keine Eintrittskarten für die nervenaufreibende Stimmung im Tempodrom erstanden hat, kann sich wieder einmal auf die vielen Übertragungsminuten von Eurosport freuen. Trotzdem kann man den Weg nach Berlin nur empfehlen - mehr Snookerstimmung als in der Bundeshauptstadt geht nicht.

Montag, 14. Januar 2013

Matthew Stevens verliert Führerschein

Ein Jahr lang muss sich nun der walisische Snookerprofi ein Taxi nehmen, um zum Training zu fahren. Matthew Stevens wurde mit über ein Promille Alkohol im Blut am Steuer seines Mercedes von der Polizei angehalten - erlaubt sind in England 0,8 Promille. Zusätzlich wurde dem 14. der Weltrangliste noch eine Strafe von knapp 500 Euro aufgebrummt.