Freitag, 4. Februar 2011

German Masters Tagebuch - Stimmung gigantisch

Moderator und Kommentator in
Personalunion: Rolf Kalb

Es wurde auch noch gespielt an diesem für die Profis traurigen Tag. Zum Achtelfinale zwischen Stephen Hendry und Mark Selby war das Tempodrom nahezu ausverkauft – die Stimmung grandios. Der Kommentator von Eurosport, Rolf Kalb, brachte das Publikum vor der Partie in Stimmung, frenetischer Applaus wurde einstudiert. Mark Selby konnte das qualitativ gute Match mit 5:3 für sich entscheiden. „Spiele gegen Hendry sind immer etwas ganz besonderes, er ist schon jetzt eine lebende Snookerlegende. Ich habe mich einfach auf mein eigenes Spiel konzentriert und das hat fantastisch funktioniert.“ sagte Selby im anschließenden Interview.

Stephen Hendry - schon Altmeister?

Mark Selby hat Respekt vor den alten Hasen

Was für ein Arm. Aber Joe Swail trifft.

German Masters Tagebuch - John Higgins Senior verstorben

Traurige Nachricht am dritten Turniertag. Der Vater von John Higgins, John Higgins Senior, verstarb nach langem Kampf gegen den Krebs. Der 67-Jährige, welcher mit seiner Frau Josephine in Wishaw lebte, war bei Spielern und Offiziellen des Snookersports sehr beliebt. Er begleitete seinen Sohn seit 1992 – seither ist John Higgins Profi - bei den Reisen zu fast allen Maintour-Turnieren.
John Higgins hatte in seine heutige 10 Uhr – Partie gegen Robert Milkins mit 5:3 gewonnen und danach erfahren, dass sich der Gesundheitszustand seines Vaters sehr verschlechtert habe. Sofort nach der Partie machte er sich auf den Weg zum Flughafen. In einer kurzen Mitteilung an den Veranstalter der German Masters Dragonstars ließ Higgins verlauten, dass er auf das Verständnis der Snookerfans hoffe und sie verstehen, dass die Familie in diesem Moment an erster Stelle steht.
 Beim Einchecken auf seinen Flug nach Glasgow wurde ihm der Tod seines Vaters mitgeteilt.

Donnerstag, 3. Februar 2011

German Masters Tagebuch - der Weltmeister ist raus

Hamilton freute sich riesig
über seine gute Leistung
Eine weitere Überraschung an diesem zweiten Turniertag war der Sieg von Anthony Hamilton über den amtierenden Weltmeister Neil Robertson. Der sympathische Australier hatte vor der Abreise zu den German Masters seinen Ausweis verloren und erhielt seinen Ersatzausweis erst zur Mittagszeit in London, so dass er aus kurz vor 14 Uhr Richtung Deutschland abfliegen konnte. Nach seiner verlorenen Begegnung gab er im Interview zu: "Das war eine sehr schlechte Vorbereitung für dieses Turnier. Die anderthalb Stunden Ruhe im Berliner Hotel reichten mir nicht, um mich auf das Match gegen Anthony Hamilton vorzubereiten. Dabei hatte ich mir nach der Abmeldung von O´Sullivan so große Chancen auf die Trophäe der German Masters ausgerechnet.". Das Spiel ging mit 5:4 auf dem Spielzettel knapp für Hamilton aus, aber wer die Partie live im Tempodrom verfolgte, sah einen unglaublich starken Hamilton. 3 von 5 Frames gewann er durch ein Century!
Neil Robertson: Er hatte einen anstrengenden Tag ohne Erfolg

Hamilton in seiner Lieblingspose



Jan Verhaas, Robertson und Hamilton warten auf ihr Match

German Masters Tagebuch - Die Playerslounge

Wie sieht es eigentlich in der Playerslounge aus? Wie entspannt sich ein Profi zwischen seinen Auftritten? Wie bereitet er sich vor? Hier ein paar Blicke hinter die Kulissen der Snookerstars:

Die Playerslounge: kalte und warme Getränke und natürlich Platz für Smalltalk.

Joe Perry freut sich über die Liveübertragung aus dem Tempodrom

Jamie Cope freut sich mit

Mark Allen smst

Lasse Münstermann tauscht sich mit Liu Song aus

Maike Kesseler entspannt Dominic Dale

Sascha Lippe gibt seine Erfahrung an Pawel Leyk weiter

Die Presse, eingerahmt von Dominic Dale und Matthew Stevens

German Masters Tagebuch - Münstermann hat richtig Spaß

Freute sich über das viele Publikum
bei seinem Auftritt:
Lasse Münstermann
Lasse Münstermann hat sich seinen Startplatz bei den German Masters als zweitbester Amateurspieler der EPTC erkämpft (vor ihm nur Luca Brecel). Sein Gegner in der morgendlichen Luft des Tempodrom, Robert Milkins, war also gewarnt. Milkins agierte sehr vorsichtig und gewann die Partie mit 5:1, aber Münstermann hatte durchaus Chancen das Match zu gewinnen. Trotz des Ausscheidens in der ersten Runde möchte Münstermann noch einmal richtig an seiner Snookergeschichte arbeiten. Seinen Trainingstisch wird er mit den gleichen Banden ausstatten, wie die Tische auf der Maintour und er hat sich zur Q-School angemeldet. Die Q-School der World Snooker Association besteht aus drei Turnieren im Mai 2011 in der Snookeracademy in Sheffield. Die vier Halbfinalisten aus jedem dieser Turniere qualifizieren sich für die Maintour 2011/12.

Eine kleine Überraschung gab es auch an diesem Vormittag. Daniel Wells, ebenfalls Amateur, gewann seine Partie gegen den Profi Liu Song mit 5:2.

Schade auch, dass Mario Wehrmann erst gar nicht angetreten ist - hätte die WSA für ihn doch einem anderen Spieler eine Wildcard geben können.

Die Ergebnisse in der Übersicht (Donnerstag, 10:00 Uhr):
Liu Song - Daniel Wells 2:5
Anthony McGill - Mario Wehrmann 5:0
Robert Milkins - Lasse Münstermann 5:1
Stephen Hendry - Judd Trump 5:2
Ding Junhui - Matthew Stevens 5:1

Daniel Wells freute sich sehr über seinen Sieg in der Wildcard-Runde
5:1 für Ding Junhui (rechts) gegen Matthew Stevens

Backstage präsentierte Ali Carter sein neues John Parris Spielcue

Mittwoch, 2. Februar 2011

German Masters Tagebuch - die ersten Spiele

Anthony Hamilton wartet auf
Einlaß in die Arena
Vor 500 Zuschauern wurden die German Masters am Mittwochabend von fünf Partien der Wildcardrunde eröffnet. Unter diesen, zwei deutsche Spieler: Der 13-jährige Lokalmatador Pawel Leyk aus Berlin und Stefan Kasper aus Memmingen, amtierender Deutscher Meister. Die Zuschauer jubelten, als Leyk vor ihnen ein 67er Break gegen Anthony Hamilton zauberte und sich damit einen Frame sicherte. Leider blieb es bei diesem Frame und Hamilton zog mit 5:1 in die nächste Runde ein. Auch Stefan Kasper schaffte nicht den Sprung unter die letzten 32 des Turniers. Er musste sich mit 2:5 gegen Nigel Bond geschlagen geben. Nigel Bond zollte dem 22-jährigen nach der Partie aber großen Respekt.

Alle Partien des Mittwochabend in der Übersicht
Anthony Hamilton - Pawel Leyk 5:1
Thanawat Thirapongaiboon - Tomasz Skalski 5:3
Jack Lisowski - Luca Brecel 5 :2
Nigel Bond - Stefan Kasper 5:2
Joe Swail - Hans Blanckaert 5:0

Immerhin 500 Zuschauer am Mittwochabend in Berlin

Schiedrichter Dominik Haug lost den Beginner der Partie zwischen Joe Swail und Hans Blanckaert bereits vor Betreten der Halle aus.

Stefan Kasper, german player

Was Pawel Leyk im Hintergrund über Anthony Hamilton denkt?

"Pawel Leyk, sixtyseven" - Respekt!

Kleine Randnotiz des ersten Tages: Ronnie O´Sullivan sagte seine Teilnahme bei den German Masters wegen Erkältung ab. Who cares?

German Masters Tagebuch - Das Media Office

Nachdem ich ein wenig das Tempodrom erkundigt hatte, machte ich mich auf in den Pressebereich, das Media Office, meine Heimat für die nächsten fünf Tage. Ok, es war jetzt nicht sehr kuschelig eingerichtet, aber die technischen Voraussetzungen waren alle gegeben: aktuelles Scoring von allen Tischen auf dem einen Monitor, Fernsehtisch live auf dem anderen, Wlan und genügend Steckdosen.

Anthony Leaver von der Firma matchroom sportkümmerte sich vorzüglich um uns, wennwir z. B. mal einen Snookerprofi zum Interviewbenötigten. Er koordinierte z. B. auch die Pressekonferenzen.

Erinnerte mich irgendwie an meine letzte Schulklasse: der Presseraum

Pressevertreter aus aller Herren Länder...

... aßen mir die Kekse weg.