Liang Wenbo feiert seinen ersten Finaleinzug und das auch noch ausgerechnet in seiner Heimatstadt.
Die Saison der Snookerprofis hat mit dem Weltranglistenturnier in Shanghai begonnen und endlich konnten die vielen Snookerfans in Deutschland wieder den Erklärungen von Rolf Kalb auf Eurosport lauschen. Sein Brötchengeber Eurosport war wieder viele Stunden aus Shanghai live auf Frühstückssendung.
Doch was bot die neue Saison sportlich? Auf der einen Seite gibt es die jungen Wilden, mit zum Beispiel Liang Wenbo, welcher es vor seinem Heimatpublikum bis in das Finale schaffte und sich zu Recht feiern ließ. Oder Stephen Maguire, welcher, leider zu wild, in seiner Dusche ausrutschte und gar nicht erst antreten konnte. Auf der anderen Seite sind die alten und erfahrenen Spieler – Jimmy White, Stephen Hendry oder Mark Williams. Wenn man diesen bei der Arbeit zuschaut, schwelgt man unweigerlich ein wenig in der Vergangenheit und hofft innerlich, dass ihnen noch lange der Spaß am sportlichen Wettkampf erhalten bleibt. Die Hoffnung, dass Jimmy White vielleicht doch noch mal Weltmeister wird, stirbt halt zuletzt.
Aber zurück zum Finalgeschehen in China. Ronnie O Sullivan konnte zum ersten Mal ein Turnier in China gewinnen. Mit 10:5 gewann er deutlich gegen einen mutigen Liang Wenbo, welcher einem aber während des gesamten Finales nicht das Gefühl gab, dass er O Sullivans Sieg wirklich gefährden könnten. Trotzdem hat sich die Anstrengung von Liang Wenbo gelohnt, denn er macht einen Riesensprung im provisional ranking und klettert von Rang 27 auf Rang 13. O Sullivan lieferte während des gesamten Turniers einen sehr stabilen Eindruck ab. Jederzeit hatte man das Gefühl, er kann da noch ein bisschen nachlegen, wenn er es denn muss. Schnell genug ist er jedenfalls noch. Im Viertelfinale O Sullivan gegen Ding Junhui, welche O Sullivan mit 5:3 gewann, brauchten die Kontrahenten insgesamt nur knapp 100 Minuten für ihre acht frames – Respekt.
Wer möchte, kann sich schon die Tickets für das zweite Weltranglistenturnier, die UK-Championships in Telford, kaufen. Wer allerdings wirklich dabei sein will, muss sich sputen, denn die Karten für das Anfang Dezember stattfindende Turnier sind sehr begehrt.
Dienstag, 15. September 2009
Mittwoch, 5. August 2009
Termine Maintour Saison 2009/10
Da zur Zeit die Qualifikationen zur Endrunde der Shanghai Masters laufen, hier die Übersicht, wann eigentlich was in der beginnenden Saison der Snookerprofis gespielt wird.
Roewe Shanghai Masters
07. - 13.09.2009, Shanghai
Grand Prix
03. - 11.10.2009, Glasgow
UK Championship
05. - 13.12.2009, Telford
The Masters
10. - 17.01.2010, Wembley
Welsh Open
25. - 31.01.2010, Ort noch unbekannt
China Open
29.03. - 04.04.2010, Beijing
Betfred.com World Snooker Championship
17.04. - 03.05.2010, Sheffield
Auch in dieser Saison wird Eurosport viele Stunden dem green baize widmen.
Roewe Shanghai Masters
07. - 13.09.2009, Shanghai
Grand Prix
03. - 11.10.2009, Glasgow
UK Championship
05. - 13.12.2009, Telford
The Masters
10. - 17.01.2010, Wembley
Welsh Open
25. - 31.01.2010, Ort noch unbekannt
China Open
29.03. - 04.04.2010, Beijing
Betfred.com World Snooker Championship
17.04. - 03.05.2010, Sheffield
Auch in dieser Saison wird Eurosport viele Stunden dem green baize widmen.
Freitag, 19. Juni 2009
2009 TCC Pro-Am
Wer sich zur Zeit in Süd-Wales aufhält, sollte unbedingt im Tredegar Constitutional Club vorbeischauen.
Wenn die großen Snookerstars nicht gerade in Deutschland auf Exhibition sind, dann kann man sie auch in ihrer Heimat antreffen, z. B. in einer original englischen Bar, dem Tredegar Constitutional Club in Newport.
Dort findet ab dem 25.06.09 das 2009 TCC Pro-Am-Turnier statt. Mit dabei sein werden z. B. Shaun Murphy, Ryan Day, Mark Williams, Matthew Stevens und noch viele mehr. Weitere Info zu dem Turnier gibt es auf http://www.global-snooker.com/global-snooker-international-europe-wales-tcc-pro-am-2009-latest.asp oder auf der http://www.tredegarconsclub.co.uk/TCCpro-am09.html
Der http://www.tredegarconsclub.co.uk ist immer eine Reise wert. Man fühlt sich dort, als wäre man Komparse in Mr. Beans weltberühmter Serie.
Bei den Profis, allen voran natürlich den Walisern, ist dieses Turnier sehr beliebt, da es kurz vor Beginn der Maintour liegt und sie dort ihren Trainingsstand überprüfen können. Auch mögen diese die gemütliche Clubatmosphäre und die unmittelbare Nähe der Fans.
Wenn die großen Snookerstars nicht gerade in Deutschland auf Exhibition sind, dann kann man sie auch in ihrer Heimat antreffen, z. B. in einer original englischen Bar, dem Tredegar Constitutional Club in Newport.
Dort findet ab dem 25.06.09 das 2009 TCC Pro-Am-Turnier statt. Mit dabei sein werden z. B. Shaun Murphy, Ryan Day, Mark Williams, Matthew Stevens und noch viele mehr. Weitere Info zu dem Turnier gibt es auf http://www.global-snooker.com/global-snooker-international-europe-wales-tcc-pro-am-2009-latest.asp oder auf der http://www.tredegarconsclub.co.uk/TCCpro-am09.html
Der http://www.tredegarconsclub.co.uk ist immer eine Reise wert. Man fühlt sich dort, als wäre man Komparse in Mr. Beans weltberühmter Serie.
Bei den Profis, allen voran natürlich den Walisern, ist dieses Turnier sehr beliebt, da es kurz vor Beginn der Maintour liegt und sie dort ihren Trainingsstand überprüfen können. Auch mögen diese die gemütliche Clubatmosphäre und die unmittelbare Nähe der Fans.
Montag, 15. Juni 2009
Ein Ende mit und ohne Stars
Familiäre Atmosphäre beim letzten Snooker Grand Prix der Saison 2008/09. Steve Davis, Shaun Murphy, Ronnie O'Sullivan und Mark Selby eröffneten ein langes Snookerwochenende.Sebastian Hein, Geschäftsführer des Snookercenter Berlin, war schon seit Tagen aufgeregt. Das Wochenende vom 12. bis zum 14. Juni war für ihn komplett verplant. Freitags kamen die Topspieler der Maintour zu einer Snookeraudience im familiären Rahmen in sein Snookercenter und an den beiden Tagen danach sollte der 4. Snooker Grand Prix mit den Topspielern der deutschen Snookerszene folgen. "Hauptsache, es fühlen sich hier alle wohl, ob Snookerprofi, Spieler oder Zuschauer." kokettierte Sebastian mit seinen Besuchern und war dabei für einen Smalltalt immer zu haben.
Am Freitag fand ein Snooker 6-Ball Turnier im Snookercenter statt. Die vier Besten des Turniers durften sich auf die Abendveranstaltung freuen - sie waren die Doppelpartner der Snookerprofis Steve Davis, Shaun Murphy, Ronnie O'Sullivan und Mark Selby für ein kleines Turnier am Abend. Und so waren viele Snookerspieler allein für diesen Tag angereist, um sich für das Finale mit den Profis zu qualifizieren. Unter diesen war auch Axel Simon, Gewinner der GOSR-Serie 2008/09, mit einem ganzen Tross von Wittstocker Snookerspielern. Tatsächlich schaffte es Axel seine Turniererfahrung auszuspielen und einer der vier Gewinner für die Abendveranstaltung zu werden. Weiterhin qualifizierten sich noch Kai Reimann, Neugründer eines Snookerclubs aus Magdburg, das Berliner Snookerurgestein Claus Kawalla und der erst 11-jährige Dominik Scherübl aus Österreich für die Partnerstelle der Snookerprofis. Wer das kleine Doppelturnier am Abend gewonnen hat, kann ich an dieser Stelle nicht mehr sagen, es war auch uninteressant. Viel schöner war es den Späßen von Steve Davis und Mark Selby zuzuschauen, wie sie die familiäre Atmosphäre in unmittelbarer Nähe ihrer Snookeranhänger ausnutzten und diesen einen unvergesslichen Abend bereiteten.
Natürlich war Sebastian Hein nach einer kurzen Nacht am frühen Samstagmorgen der erste im Snookercenter, um die Topspieler der deutschen Snookergemeinde für den anstehenden Grand Prix persönlich zu begrüssen. Leider hatten sich die Fantastic Four des deutschen Snookersports (Itaro Santos, Lasse Münstermann, Patrick Einsle und Sascha Lippe) abgemeldet, machten aber somit den Weg für alle anderen Turnierteilnehmer frei, einen Grand-Prix Sieg einzufahren. Auch heute hatte Sebastian alles für einen ausgewogenen Wohlfühlfaktor bei seinen Snookerspielern getan: gepflegtes Spielmaterial, Speisen vom Holzkohlegrill und feinstes Sommerwetter. Das highest break des Turniers holte sich mit einem Century von 107 Punkten Maurice Le Duc, welcher direkt von der Europameisterschaft aus Duffel nach Berlin reiste. Für ihn war allerdings im Viertelfinale gegen einen gut aufgelegten Jens Wiederkehr Schluss. Im Finale standen sich Stefan Kasper und Roman Dietzel gegenüber, somit eine Wiederholung der Finalbegegnung der letzten Deutschen Meisterschaft U21. Auch das Ergebnis war dasselbe. Stefan Kasper gewinnt den 4. Grand Prix der Saison 08/09 und setzt sich damit an die Spitze der Rangliste, dicht gefolgt von Roman Dietzel. Sind aus den fanstastic four nun die fantastic six geworden? Die Deutschen Meisterschaften Ende Oktober werden es zeigen.
Weitere Bilder hier:
Profis im Snookercenter Berlin: http://www.flickr.com/photos/gosr/sets/72157619814925114/show/
4. Grand Prix Snookercenter Berlin http://www.flickr.com/photos/gosr/sets/72157619730493227/show/
Montag, 18. Mai 2009
Grand Prix - Die Favoriten setzen sich an die Spitze
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| Patrick Einsle |
Für Michael Heeger, Landessportwart Hessen, wurde es ein langes Wochenende. Er hatte seinen Vereinskollegen vom 1. SC Rüsselsheim, den jugendlichen Armin Schmidt mit in seinem Auto nach Willich genommen. Dort starteten sie mit weiteren 48 Teilnehmern beim dritten Snooker-Grand-Prix. Armin gehört zu der Riege der hoffnungsvollen Snookertalente in Deutschland – und das zeigte er auch allen anwesenden Spielern und Zuschauern. Bis in das Finale hatte er es geschafft und nun lag er mit 2:0 gegen den haushohen Favoriten Patrick Einsle in Führung. Sollte es wirklich eine sportliche Sensation geben? Leider gab es diese nicht für die vielen Zuschauer in den Räumen der Billardgemeinschaft Viersen in der Nähe von Düsseldorf. Patrick Einsle nutzte seine ganze Erfahrung und konnte sich die letzten drei Frames in Folge sichern und holte sich seinen ersten Grand-Prix Sieg der Saison 2008/09.
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| Schöne Aussichten in Willich: Miro Popovic auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft |
Die höchsten Breaks des Turnierwochenendes erspielte der aktuelle deutsche Meister Itaro Santos mit 111 Punkten und 102 Punkten in Folge.
In der aktuellen Rangliste nach 3 von 4 zu spielenden Grand-Prix stehen Lasse Münstermann und Patrick Einsle nun mit 2000 Punkten punktgleich an der Spitze, dicht gefolgt von Stefan Kasper und Sascha Lippe. Der deutsche Meister Itaro Santos ist nur auf Platz 10 zu finden.
Der vierte Grand Prix findet am 13. und 14. Juni im Snookercenter Berlin statt.
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| Turnierleitung Sascha Klemz hatte nicht nur die Hände voll zu tun |
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| Hannes-Hühn, Heeger, de Vries, Brandes und Meier |
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| Itaro Santos wird von Rouven Balzat beobachtet |
Donnerstag, 14. Mai 2009
Axel Simon wiederholt den Gewinn der GOSR-Serie
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| Claus und Axel |
Seit heute ist es amtlich. Axel Simon gewinnt zum wiederholten Mal die GOSR-Serie und tritt damit in die Fußstapfen der wenigen deutschen Snookerspieler, welche die Serie mehrfach gewinnen konnten. Dieses Meisterstück schafften bis heute nur Mike Henson, Lasse Münstermann und HaJo Meyer. Nicht nur über die Titelverteidigung wird sich der Wittstocker freuen, sondern auch über sein erstes Century in einem GOSR-Turnier. Gerne wird er sich an die 106 Punkte in Folge beim 2-Stern-Turnier am 7. März 2009 in seinem Heimatclub in Wittstock erinnern. Gratulation!!!
Auf Platz zwei der Rangliste zum Saisonabschluss hat es Claus Kawalla(links im Bild) aus Berlin geschafft(die häufigste Finalbegegnung der letzten Saison hieß definitiv Axel Simon gegen Claus Kawalla.). Der dritte Platz geht an Odwin Janssen, ebenfalls aus Berlin. Auch an diese beiden Snookervorbilder gehen unsere Glückwünsche.
Der beste Neueinsteiger der Saison ist Prasit Buttakham, welcher es in seiner ersten GOSR-Saison gleich von 0 auf Platz 8 schafft. Ihm folgen Frank Schneider auf Platz 52 und Silke Dienel auf Platz 58.
Insgesamt konnten wir 506 Spieler(innen) bei den Turnieren der letzten Saison begrüßen. Inklusive der zahlreichen neu eingeführten Sommerturniere blicken wir auf 282 Turniere zurück. Die Durchschnittsbeteiligung lag bei knapp 11 Teilnehmern pro Turnier. Insgesamt wurden damit über 53.000 Euro an Preisgeld unter den zahlreichen Teilnehmern verteilt.
Für die Masters 2009 haben sich somit folgende Spieler qualifiziert: Axel Simon
Claus Kawalla
Odwin Janssen
Frank Herrmann
Stefan Koch
Naresh Samarawickrama
Sascha Lippe
Prasit Buttakham
Norman Caunter
Ali Ismail
Bernd Brüggemann
Ramin Baghai
Austin Moles
Dennis Trepkau
Thomas Höltschl
Florian Werres
Thomas Senne
Alexander Dersch
Dienstag, 5. Mai 2009
John Higgins ist zum dritten Mal Weltmeister
Mit einer glanzvollen Vorstellung gewinnt John Higgins das Finale im Crucible Theater in Sheffield mit 18:9 gegen Shaun Murphy.
Endlich ist er da, wo er hinwollte - zum dritten Mal nach 1998 und 2007 Weltmeister. John Higgins steigt damit in den Kreis der erlauchten Snookerspieler auf, welche mehrfach die Weltmeisterschaft gewonnen haben. Sein Name steht nun in einer Reihe mit Ronnie O'Sullivan, Mark Williams, Steve Davis und natürlich Stephen Hendry, welche alle mehrfach den 82-jährigen Pokal in die Höhe halten durften.
Higgins Gegner im Finale, Shaun Murphy, hatte kaum eine Chance gegen den gut aufgelegten John Higgins. Vielleicht hatte Murphy zu viel Kraft in den Begegnungen gegen Stephen Hendry im Viertelfinale und Neil Robertson im Halbfinale gelassen. Wer Murphy in Normalform kennt, vermisste die Unbeschwertheit, mit der er normalerweise um den Tisch huscht. Vor allem die zweite Session des Finales gab den Ausschlag für Higgins Triumph. Hier zog der Schotte nach 5:5 mit sechs gewonnenen Frames in Folge auf 11:5 davon. Die letzte Session am heutigen Montagabend war dann wie die Ehrenrunde nach einem gewonnenen Formel 1 Rennen für John Higgins. Unter den Augen seiner anwesenden Familie fuhr er seinen dritten Weltmeistertitel nach Hause.
Endlich ist er da, wo er hinwollte - zum dritten Mal nach 1998 und 2007 Weltmeister. John Higgins steigt damit in den Kreis der erlauchten Snookerspieler auf, welche mehrfach die Weltmeisterschaft gewonnen haben. Sein Name steht nun in einer Reihe mit Ronnie O'Sullivan, Mark Williams, Steve Davis und natürlich Stephen Hendry, welche alle mehrfach den 82-jährigen Pokal in die Höhe halten durften.
Higgins Gegner im Finale, Shaun Murphy, hatte kaum eine Chance gegen den gut aufgelegten John Higgins. Vielleicht hatte Murphy zu viel Kraft in den Begegnungen gegen Stephen Hendry im Viertelfinale und Neil Robertson im Halbfinale gelassen. Wer Murphy in Normalform kennt, vermisste die Unbeschwertheit, mit der er normalerweise um den Tisch huscht. Vor allem die zweite Session des Finales gab den Ausschlag für Higgins Triumph. Hier zog der Schotte nach 5:5 mit sechs gewonnenen Frames in Folge auf 11:5 davon. Die letzte Session am heutigen Montagabend war dann wie die Ehrenrunde nach einem gewonnenen Formel 1 Rennen für John Higgins. Unter den Augen seiner anwesenden Familie fuhr er seinen dritten Weltmeistertitel nach Hause.
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