Donnerstag, 14. Mai 2009

Axel Simon wiederholt den Gewinn der GOSR-Serie

Claus und Axel
Mit sage und schreibe 23 Turniersiegen ist der sympathische Wittstocker der GOSR-Champion der Saison 2008/09.

Seit heute ist es amtlich. Axel Simon gewinnt zum wiederholten Mal die GOSR-Serie und tritt damit in die Fußstapfen der wenigen deutschen Snookerspieler, welche die Serie mehrfach gewinnen konnten. Dieses Meisterstück schafften bis heute nur Mike Henson, Lasse Münstermann und HaJo Meyer. Nicht nur über die Titelverteidigung wird sich der Wittstocker freuen, sondern auch über sein erstes Century in einem GOSR-Turnier. Gerne wird er sich an die 106 Punkte in Folge beim 2-Stern-Turnier am 7. März 2009 in seinem Heimatclub in Wittstock erinnern. Gratulation!!!

Auf Platz zwei der Rangliste zum Saisonabschluss hat es Claus Kawalla(links im Bild) aus Berlin geschafft(die häufigste Finalbegegnung der letzten Saison hieß definitiv Axel Simon gegen Claus Kawalla.). Der dritte Platz geht an Odwin Janssen, ebenfalls aus Berlin. Auch an diese beiden Snookervorbilder gehen unsere Glückwünsche.

Der beste Neueinsteiger der Saison ist Prasit Buttakham, welcher es in seiner ersten GOSR-Saison gleich von 0 auf Platz 8 schafft. Ihm folgen Frank Schneider auf Platz 52 und Silke Dienel auf Platz 58.

Insgesamt konnten wir 506 Spieler(innen) bei den Turnieren der letzten Saison begrüßen. Inklusive der zahlreichen neu eingeführten Sommerturniere blicken wir auf 282 Turniere zurück. Die Durchschnittsbeteiligung lag bei knapp 11 Teilnehmern pro Turnier. Insgesamt wurden damit über 53.000 Euro an Preisgeld unter den zahlreichen Teilnehmern verteilt.

Für die Masters 2009 haben sich somit folgende Spieler qualifiziert: Axel Simon
Claus Kawalla
Odwin Janssen
Frank Herrmann
Stefan Koch
Naresh Samarawickrama
Sascha Lippe
Prasit Buttakham
Norman Caunter
Ali Ismail
Bernd Brüggemann
Ramin Baghai
Austin Moles
Dennis Trepkau
Thomas Höltschl
Florian Werres
Thomas Senne
Alexander Dersch

Dienstag, 5. Mai 2009

John Higgins ist zum dritten Mal Weltmeister

Mit einer glanzvollen Vorstellung gewinnt John Higgins das Finale im Crucible Theater in  Sheffield mit 18:9 gegen Shaun Murphy.

Endlich ist er da, wo er hinwollte - zum dritten Mal nach 1998 und 2007 Weltmeister. John Higgins steigt damit in den Kreis der erlauchten Snookerspieler auf, welche mehrfach die Weltmeisterschaft gewonnen haben. Sein Name steht nun in einer Reihe mit Ronnie O'Sullivan, Mark Williams,  Steve Davis und natürlich Stephen Hendry, welche alle mehrfach den 82-jährigen Pokal in die Höhe halten durften.

Higgins Gegner im Finale, Shaun Murphy, hatte kaum eine Chance gegen den gut aufgelegten John Higgins. Vielleicht hatte Murphy zu viel Kraft in den Begegnungen gegen Stephen Hendry im Viertelfinale und Neil Robertson im Halbfinale gelassen. Wer Murphy in Normalform kennt, vermisste die Unbeschwertheit, mit der er normalerweise um den Tisch huscht. Vor allem die zweite Session des Finales gab den Ausschlag für Higgins Triumph. Hier zog der Schotte nach 5:5 mit sechs gewonnenen Frames in Folge auf 11:5 davon. Die letzte Session am heutigen Montagabend war dann wie die Ehrenrunde nach einem gewonnenen Formel 1 Rennen für John Higgins. Unter den Augen seiner anwesenden Familie fuhr er seinen dritten Weltmeistertitel nach Hause.

Mittwoch, 29. April 2009

Hendry mit Maximum

Bei der Weltmeisterschaft in Sheffield glänzt Stephen Hendry mit einer weiteren 147 seiner Karriere.
Shaun Murphy gratulierte als Erster. Wenigstens dieses Privileg steht einem zu, neben dem besten Zuschauerplatz, wenn der Gegner ein Maximum erspielt. Der Gegner von Murphy im Viertelfinale der diesjährigen Weltmeisterschaft heißt Stephen Hendry. Viele zählen den  siebenfachen Weltmeister schon zum alten Eisen (der Schotte feierte am 17. Januar seinen 40. Geburtstag). Nun hat er aber all seine Kritiker wieder mal eines besseren belehrt. In der heutigen, ersten Session des Viertelfinals, machte er den Traum so vieler Snookerspieler wahr, ein perfektes Break von 147 Punkten in Folge. Es war das neunte Maximum bei einem Weltranglistenturnier in der bisherigen Snookerkarriere von Hendry. Damit steht er, gemeinsam mit Ronnie O'Sullivan wieder an der Spitze der ewigen Maximumrangliste.

Montag, 6. April 2009

China Open an Ebdon

Peter Ebdon gewinnt seinen achten Weltranglistentitel im Finale gegen John Higgins.

Mit 10:8 gewinnt der Weltmeister von 2002 die China Open in Peking und zeigt damit allen Snookerbegeisterten, wozu man durch konsequentes Training im Stande zu leisten ist. 16 Jahre nach seinem ersten Triumph bei einem Maintourevent holt sich der sympathische 37-Jährige einen seiner wichtigsten Siege. Er scheint somit gut vorbereitet auf die anstehende Weltmeisterschaft. Das Finale war sehr ausgeglichen und alle Frames gingen sehr knapp aus. Auch John Higgins hätte am Ende des Tages der Sieger sein können.

Hier die Ergebnisse der Frames im Überblick:
John Higgins(Schottland) : Peter Ebdon (England) 8:10
Frame 1: 87-4 (60)
Frame 2: 1-84 (84)
Frame 3: 15-109 (108)
Frame 4: 78-15
Frame 5: 5-68
Frame 6: 57-68
Frame 7: 64-10
Frame 8: 56-72 (56 Higgins, 54 Ebdon)
Frame 9: 140-0 (140)
Frame 10: 16-114 (52,57)
Frame 11: 105-13 (62)
Frame 12: 68-46
Frame 13: 25-55
Frame 14: 75-32 (51)
Frame 15: 43-57
Frame 16: 63-53 (Ebdon 52)
Frame 17: 3-64
Frame 18: 8-96 (71)

Dienstag, 17. März 2009

Deutschland sucht den Snookerstar

Stefan Kasper gewinnt den Grand Prix von Rüsselsheim, aber der eigentliche Star des Wochenendes ist Roman Dietzel.
Roman Dietzel
Der zweite von insgesamt vier Grand Prix Turnieren, welche zur Qualifikation der Deutschen Meisterschaft 2009 dienen, fand am letzten Wochenende statt. 55 Teilnehmer aus ganz Deutschland, darunter unzählige Meistertitel, trafen sich in Rüsselsheim, um herauszufinden, was ihr Training in den letzten Wochen gebracht hat. Turnierdirektor Michael Heeger hatte mit seinen Vereinskollegen vom SC Breakers im Vorfeld des Turniers das Spielmaterial für die Elite des deutschen Snookersports in einen hervorragenden Zustand versetzt. Zudem sorgte der Einsatz von Schiedsrichtern, selbst bei allen Partien der Gruppenphase, für ein professionelles Ambiente. >>Das ist Referenz in Material und Ausstattung in Deutschland<< lobte auch Miro Popovic, Mitbegründer der ersten Snookerschule Deutschlands, die Turnierorganisation.

Die sportlichen Leistungen an diesen beiden Tagen waren aber nicht weniger hochklassig. Bereits in den Gruppenbegegnungen kam es zu sehr umkämpften Begegnungen, aber richtig interessant wurde es mit der Auslosung der Partien für die Runde der letzten 32. So kam es bereits in dieser frühen Runde zur Finalbegegnung des letzten Grand Prix, Lasse Münstermann gegen Patrick Einsle. Auch der Ausgang der Partie war derselbe. Einsle ging zwar schnell mit 2 Frames in Führung, musste sich aber dem zwingenden Spiel von Münstermann geschlagen geben und verlor drei Frames in Folge und war somit raus aus dem Turnier.

Das Achtelfinale hatte dann aber einen ganz besonderen Zuschauermagneten. Der 18-jährige Roman Dietzel aus Essen traf auf den absoluten Favoriten dieses Turniers, Mohamed Shehab aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Shehab hatte 2007 das Halbfinale der Amateur-Weltmeisterschaft in Thailand erreicht und wird schon seit mehreren Jahren, erst von Doug Mountjoy und heutzutage von Nic Barrow trainiert. Auch hatte er in der Saison 2007/08, wie Patrick Einsle, an der Maintour teilgenommen. Viele Zuschauer und bereits ausgeschiedene Spieler hatten es sich auf der Tribüne gemütlich gemacht, um dem Snookerprofi bei der Kunst mit dem Ball umzugehen, zuzuschauen. Diese Erwartungen konnten aber nicht erfüllt werden, denn Shehab war eigentlich gar nicht am Tisch. Dietzel spielte das Match seines Lebens. Als hätte er sein Leben lang nichts anderes getan als Snookerprofis zu besiegen, verzog er keine Miene und machte vor allem keine Fehler auf dem grünen Tuch. In der Arena herrschte eine unglaubliche Stille, als Dietzel Ball um Ball sicher in die Taschen beförderte. Eine Sensation bahnte sich an. Tatsächlich, nach vier gespielten Frames hieß es 3:1 für Roman Dietzel, der mit Beckerfaust die Partie beendete. >>Noch nie habe ich einen Spieler aus der Topriege Deutschlands bei einem so wichtigen Turnier schlagen können und nun ausgerechnet Shehab. Ich bin total fertig.<< zitterte Dietzel nach der Begegnung. Die Leistung hatte dem Essener aber anscheinend zu viel abverlangt und so musste er sich im Viertelfinale Warren Smith mit 2:3 geschlagen geben.

Stefan Kasper

Im Finale traf der amtierende deutsche Meister U-21 Stefan Kasper auf den deutschen Meister von 2007 Sascha Lippe. Beide gehören schon seit Jahren zu den Top-Spielern der nationalen Snookerlandschaft. So gingen beide zur späten Stunde auch kein Risiko mehr ein. Hohe Breaks blieben aus. Am Ende des Tages hatte Stefan Kaspar seinen ersten Grand-Prix-Sieg in der Tasche und zeigt weiterhin ansteigende Form für die bevorstehende Aufgabe. Die beiden Finalteilnehmer nehmen zusammen mit Andreas Völliger bei den European Team Championships in Sankt Petersburg ab dem 18.03. teil.

Der nächste Grand Prix findet übrigens vom 16. bis 17.05.2009 in Willich statt.

Dienstag, 24. Februar 2009

Welsh Open - Geht doch, Carter

Längst schon überfallig, gewinnt Ali Carter sein erstes Weltranglistenturnier.

Mit 9:5 im Finale gegen Joe Swail holt sich der überglückliche Ali Carter den Titel der Welsh Open. Es war diese Saison nur eine Frage der zeit, bis Carter endlich mal einen Titel holen würde. In den seit der letzten Weltmeisterschaft fünf gespielten Maintour-Turnieren erreichte Carter drei Mail das Halbfinale. Durch seinen gestrigen Erfolg sichert er sich Platz drei der provisional Ranking, gleich hinter O'Sullivan und Maguire. Dabei sah es nach der ersten Session überhaupt nicht nach einem Sieg für Carter aus. Joe Swail führte da mit 5:3 und wollte unbedingt der erste Nordire nach Dennis Taylors final Crucible Black gegen Steve Davis (1985) werden, welcher ein Ranglistenturnier der Maintour gewinnt. Aber Carter riss sich zusammen und liess Swail kaum noch Chancen in der Nachmittags- und Abendsession. Trotzdem war auch Joe Swail mit seiner Leistung bei den Welsh Open zufrieden - erreichte er doch das Finale nach insgesamt neun verlorenen Halbfinalen in den letzten neun Jahren.

Montag, 26. Januar 2009

Blau gewinnt

Lasse Münstermann gewinnt den 1. Snooker Grand Prix der Saison. 54 Teilnehmer sorgen für einen tollen Auftakt der Grand Prix Serie.

Warum blau? Das fragt sich wahrscheinlich jeder, der diese Überschrift liest, aber hier hat es mal nichts mit dem fröhnen an hochprozentigen Getränken zu tun. Blau ist die diesjährige Gewinnerfarbe im Snooker, denn alle vier Teilnehmer, welche das Halbfinale des 1. Snooker Grand Prix 2009 erreichten hatten eine Weste mit blauem Rückenteil an.

Lasse Münstermann ist dann zu später Stunde der Sieger der Blauröcke. Mit 3:2 gewinnt er das Finale des ersten Grand Prix der Saison gegen Patrick Einsle. Dabei hatte es für ihn gar nicht so gut angefangen. Gegen den stark spielenden Jörn-Hannes Hühn aus Rüsselsheim verlor er seine erste Gruppenpartie. Eine Sensation bereits am frühen Samstagmorgen im Breakpoint in Hannover. Trotzdem konnte sich Lasse noch durch seine langjährige Turniererfahrung aus der Gruppe für die Finalrunden qualifizieren.

Sein Finalgegner Patrick Einsle tat sich da nicht ganz so schwer. Bis in das Finale hatte er nur zwei Frames abgegeben - einen gegen Lokalmatador Julian Matthias und einen gegen den Essener Roman Dietzel.

Ebenfalls in das Halbfinale hatte es der Deutsche Meister von 2007, Sascha Lippe, geschafft, musste sich aber dort Patrick Einsle klar geschlagen geben.

Der letzte Überlebende der jungen Wilden bei diesem Turnier, Marc Davis, musste ebenfalls im Halbfinale die Segel gegen einen couragiert aufspielenden Münstermann streichen. Überhaupt waren bei diesem Grand Prix sehr viele junge Talente zu sehen, welche den alten Hasen ein ums andere ein Bein stellten. Im Achtelfinale waren 6 Spieler der dort verbliebenen unter 21 Jahre alt - das ist schon eine klasse Leistung. Hoffen wir, dass sich dieser Trend fortsetzt und in Bälde mal ein Jens Wiederkehr, Marc Davis, Stefan Kaspar, Ismael Türker, Florian Müzel oder Roman Dietzel die Trophäe des Grand Prix in die Hand nehmen dürfen.

Jörg Schneidewindt umrahmt von Patrick Einsle
und Lasse Münstermann
Das höchste Break des Turniers, auf den schwer zu spielenden Tischen, geht an Sascha Lippe. Mit 87 Punkten in Folge holte er sich die High-Break-Auszeichnung, knapp gefolgt von Miro Popovic mit 86 Punkten. Das höchste Break hat aber nichts mit dem erfolgreichen Abschneiden bei einem Turnier zu tun. Der Sieger Lasse Münstermann schaffte während des Turniers nur drei Breaks über 30 Punkte, konnte aber am Ende des Tages den Siegerscheck von 400 Euro in die Tasche stecken.

Ausrichter Jörg Schneidewindt freute sich über das gelungene Turnier in seinem Breakpoint - feiert er doch dieses Jahr das 15-jährige Bestehen seines Snookercenters.

Der nächste Snooker Grand Prix findet übrigens am 14. und 15. März in Rüsselsheim statt.

Bilder und weitere Infos unter www.breakpoint-hannover.de und http://www.touch-magazine.net